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Kulturelle Landpartie 2011

Bekannterweise leben in der im nordöstlichen Niedersachsen gelegenen Region "Wendland" viele Menschen, Alteingesessene wie Neubürger, die politisch gegen die seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gängige kapitalistische Version von Energiepolitik gerichtet sind und sich um alternative Produktionsformen und Lebensstile bemühen. Angesichts der vielen politischen Auseinandersetzungen um die "Atompolitik", somit auch um das im Wendland gelegene Zwischenlager "Gorleben", die mit vielen Demonstrationen und Blockaden sowie entsprechenden Gegenmaßnahmen der staatlichen Exekutive verbunden sind, wollte man der angestauten Mischung aus Wut, Verzweiflung, Frust und Resignation aber auch des Genervtseins eine Alternative beiseite stellen, ein Fest einer ganzen Region: Die "Kulturelle Landpartie". In diesem Jahr fand dieselbe vom 2. bis 13. Juni statt. Auch ein Mitglied des Fidea e. V. besuchte die "Kulturelle Landpartie", insbesondere Veranstaltungsorte in Siedlungen und Rundlingsdörfern, wie sie im Wendland typisch sind, um damit die veranstaltende Kulturszene der Region zu unterstützen und moralisch zu bestärken.

Wir vom Fidea e. V. finden diese Veranstaltungsreihe, an der sich viele Menschen aktiv beteiligen, mitteilens- und unterstützenswert. Rebellischer Widerspruchsgeist, Kreativität und kulturelle Ausdruckskraft fügen sich während der "Kulturellen Landpartie" meist in harmonischer Weise ineinander. Die Bemühung, die kulturelle Seite des Festes mit den kommerziellen Erfordernissen in Einklang zu bringen, gelingt nicht immer und allerorten, aber die Festwoche ist für die Regionalkultur wie für die ökologisch-politische Szene Norddeutschlands viel zu wichtig, als dass man wegen einiger Schwachpunkte die ganze Sache fahren lassen würde. Die am Zustandekommen der Veranstaltung beteiligten wendländischen Bürger sollten allerdings darauf bedacht sein, den inhaltlichen Hauptbezug neben all den Ausstellungen, Aufführungen und Darbietungen nicht aus den Augen zu verlieren, nämlich die Wende in der offiziellen Energie- und Wirtschaftspolitik zu erringen.

 

Unabhängige Selbsthilfe- und Interessenorganisationen

Angesichts der negativen Auswirkungen von Globalisierungsvorgängen, der Vorrechtsinanspruchnahme, des Machtmissbrauchs und des kulturell nivellierenden Einflusses marktbeherrschender wirtschaftlicher Zusammenschlüsse und der Aushöhlung repräsentativ-demokratischer (staatlicher oder behördlicher) Instanzen sind abhängig Arbeitende, Freiberufler und Selbständige sowie Firmeninhaber genötigt, sich zusammenzuschließen, um eigene Anliegen vorzubringen, öffentlich zu machen und gegebenenfalls durchsetzen. Ganz gleich, ob dies in Form von Suborganisationen innerhalb etablierter Gewerkschaften und Unternehmerverbände passiert oder von Neugründungen ohne den Ballast inhaltlich überkommener, ineffizienter, politisch rückständiger und 'konfliktscheuer' Großorganisationen.

Das Fidea unterstützt die Entwicklung und Entfaltung von Zusammenschlüssen wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Art mit einem hohen Maß an demokratischen wie individuellen Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder. Dies gilt vor allem für unsere Mitarbeit als Nichtregierungsorganisation im "Baltic Sea NGO-network" und anderen innereuropäischen Zusammenschlüssen.

So macht NGO-Arbeit Spaß (deutsche Delegierte auf dem NGO-OSTSEE-FORUM in Gdynia/Polen)
Momentaufnahme, die von der "Redaktion Kulturelle Landpartie" (Lüchow/Wendland) für das Internet bereitgestellt wurde

Das Fidea führt nicht nur eigene Veranstaltungen durch, sondern beteiligt sich auch an solchen, die der politischen Bildung, der interkulturellen Wissensvertiefung oder der Förderung des gesellschaftspolitischen wie kulturellen  Diskurses dienen, die von unseren Partnern bzw. anderen Einrichtungen oder Bildungsträgern ausgerichtet werden, einerseits aus eigenem Interesse, andererseits, um Kosten zu sparen und die Weitergabe günstiger Konditionen an Interessierte zu ermöglichen.

Wer unser Beziehungsgeflecht zu anderen Veranstaltungs- oder Bildungsträgern nutzen möchte, kann sich gern an uns wenden:

Fidea e. V.
Postfach 60 10 67
D - 22210 Hamburg

Freies Institut für deutsche und europäische Angelegenheiten e. V. | webmaster@fidea.de