Für eine freie, deutsch-europäische Föderalkultur!

Poetische Lebensspiegelungen

Das Freie Institut für deutsche und europäische Angelegenheiten wird im Laufe des Jahres 2017 seine eigenen Veröffentlichungen ergänzen. Geplant ist ein illustrierter Lyrikband im Taschenformat. Poesie ist uns eine wichtige Ausdrucksform, in der Sprache zur Kunst wird. Sie hilft, Gefühle und Empfindungen auszudrücken, an deren Inhalt die exakte bzw. gepflegte wie auch die Alltagssprache vorbeizielen würden.

Poesie kann eine wütende, Gewalt verheißende, zur Nachdenklichkeit oder die Bereitschaft zur Zärtlichkeit und zur Öffnung gegenüber den oft verdeckten Feinheiten des Seins anregende Formen-Anwendung von Sprache sein. Sie ist unter Umständen die feinsinnige Ausdrucksform der Individuen, sozialer Milieus wie ganzer Völker.

Seit Gründung des Freien Instituts für deutsche und europäische Angelegenheiten haben deutsche wie ausländische Mitglieder des Institutsvereins eigene lyrische oder essayistische Hervorbringungen oder literarische Empfehlungen in die publizistische Tätigkeit einfließen lassen. Das wollen wir auch weiterhin so halten. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschlossen, 2017 einen illustrierten Gedichtband herauszugeben. Die darin enthaltenen Gedichte, gegebenenfalls auch Erinnerungen an Ereignisse und Begegnungen, Zeichnungen und Fotografien sind eine Auswahl aus der Hinterlassenschaft unseres langjährigen und am 29. Juni 2013 verstorbenen Mitglieds Gerda Hüttel. Die gebürtige Hamburgerin hatte zuletzt das Ehrenamt der Kassenwartin inne gehabt, bevor sie sich aus der aktiven Mitwirkung wegen Demenzerkrankung zurückziehen musste. Als Zeitzeugin des Alltagslebens im proletarischen und Mittelschichtsmilieu, Förderin von Direktvermarktung und Umstellung der Landwirtschaft auf naturverhaftete Produktion (ökologischer Anbau), widmete sich die während des Zweiten Weltkrieges nach Niedersachsen evakuierte („Barmbeker Britin“), auch musisch sehr begabte Autodidaktin als Fidea-Mitglied der Aufzeichnung ihrer Erlebnisse in der Vorkriegskindheit sowie während des Infernos der beiden „Hamburger Feuerstürme“ und der Zeit der Befreiung vom Nazismus. Auch Wahrnehmungen und Erlebnisse in der sie umgebenden Natur oder bei alltäglichen Begegnungen, ihre Hingabe an die Liebe wie an Schicksale anderer Menschen finden sich in ihren Niederschriften. Gerda Hüttel schrieb in Hochdeutsch aber auch in der niederdeutschen Sprache ihrer norddeutschen Heimat. Für die Realisierung dieses Lyrik- und Essay-Projekts benötigen wir der finanziellen Unterstützung Dritter. Wer hierzu etwas beitragen möchte, melde sich unter dem Stichwort „Lyrikband“ beim Vorstand des Fidea.

 

Diskurs und Kooperation

Als Mitgliedseinrichtung des "Baltic Sea NGO-network"(s) konzentrieren wir uns auf Aspekte der Wirtschaftsethik, der legitimierten Interessenwahrnehmung und der auf Interessenausgleich bedachten, friedensstiftenden Kooperation, als wirklichkeitsverbundene Grundlagen für einen gesellschaftlichen Diskurs über die Landesgrenzen hinweg, unter Einbeziehung von Krisengebieten innerhalb und am Rande der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang beteiligen wir uns an der Suche nach den Herausforderungen der Gegenwart wie der ökologischen Nachhaltigkeit angemessenen Rechts- und Wirtschaftsformen sowie entsprechenden politischen Handlungsansätzen, deren Ergebnisse unter anderem in unsere Beratungstätigkeit einfließen.

Uns geht es dabei darum, dass eine Bündelung aus Kreativität,  Analyse, theoretischer Fundierung und überzeugtem Handeln nicht geschichts- und zusammenhangslos erfolgen kann. Aber die Entwicklung wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Alternativen hat vielerorts ihren historischen Faden verloren und muss teilweise neu angestoßen werden, und dies nicht nur in Ost- und Ostmitteleuropa oder Eurasien, sondern auch im klassischen "Westen". Dabei achten wir auf ein hohes Maß an Selbstorganisation und Autonomie, in föderativen Strukturen vernetzt. Ein parlamentarisch-politischer Zusammenschluss gegen staatliche und moralische Bevormundung und Dominanz im Internet, im Verhältnis der Geschlechter und auf anderen Gebieten gesellschaftlichen Handelns ist uns nicht der Weisheit letzter Schluss. Politische Parteien, auch neugegründete, sich gar 'rebellisch' gebende, geraten erfahrungsgemäß schnell in den Strudel aus Medienpräsenz, inszeniertem Öffentlichkeitsdruck und Mehrheitsfindung. Wir suchen nach neuen Formen gesellschaftsbezogenen Handelns und sind dabei bemüht, auch Vorbilder aus dem europäischen oder überseeischen Ausland mit einzubeziehen. 

Innerhalb des ersten Halbjahres 2017 werden wir einen politisch-interkulturellen Salon ausrichten, der die gegenwärtigen außenpolitischen Missverhältnisse zwischen Deutschland, als Teil der Europäischen Union, und Russland auslotet, um Chancen für einen Interessenausgleich und Grundlagen für eine langfristige Zusammenarbeit zu erkunden.  Titel, Ort und Teilnahmebedingungen werden noch bekannt gegeben.

Ein weiteres Anliegen ist uns seit etwa zwei Jahren die Notwendigkeit der Suche nach Alternativen zu Wassernot, Bodenerosion, Korruption, Landflucht, Emigration und Krieg in Afrika, nicht durch humanistisches Lamentieren, sondern in Form von konkreten Kooperationsformen in Politik und Wirtschaft von beispielhaftem Charakter, bei denen es um 'Augenhöhe' der Beteiligten geht, und sich von Wirkungsinseln ausgehend regionale Märkte beleben und für Einkommen sorgen, die ein würdiges Leben ermöglichen. Hierarchische Kooperationsformen, auch Entwicklungshilfe genannt, bedarf unseres Erachtens einer neuen Form der Gegenseitigkeit zwischen Wirtschaftssubjekten in Deutschland bzw. Europa und solchen in afrikanischen Staaten und Regionen. Innerhalb des ersten Halbjahres 2017 wird das FIDEA hierzu einen politisch-interkulturellen Salon ausrichten, dessen Termin und Austragungsort mitgeteilt wird, sowie wir entsprechende Möglichkeiten gefunden haben.

Das FIDEA führt nicht nur eigene Veranstaltungen durch, sondern beteiligt sich auch an solchen, die der politischen Bildung, der interkulturellen Wissensvertiefung oder der Förderung des gesellschaftspolitischen wie kulturellen  Diskurses dienen, die von unseren Partnern bzw. anderen Einrichtungen oder Bildungsträgern ausgerichtet werden, einerseits aus eigenem Interesse, andererseits, um Kosten zu sparen und die Weitergabe günstiger Konditionen der Bildung und der Ansatz-Findung für individuelle wie auf die Gesellschaft bezogene Entfaltung von Aktivitäten an Interessierte zu ermöglichen.

Wer unser Beziehungsgeflecht zu anderen Veranstaltungs- oder Bildungsträgern nutzen möchte, kann sich gern an uns wenden:

Fidea e. V.
Postfach 60 10 67
D - 22210 Hamburg

So macht NGO-Arbeit Spaß (deutsche Delegierte auf dem NGO-OSTSEE-FORUM in Gdynia/Polen)
Auf diesem 2005 erfolgten Treffen von Mitgliedsorganisationen des NGO-Ostsee-Netzwerks wie der Initiative OSTSEEKOOPERATION in Hamburg wurde der Fidea-Delegierte für die Themenbereiche "Identität" und "Geschichte" zum zuständigen Ansprechpartner beider Netzwerke erkoren.